Newcastle-Impfung bei Hühnern und Puten
Hühner und Puten müssen gegen die Newcastle-Krankheit (ND) geimpft werden – auch in kleinen Hobbyhaltungen. Ein festes Intervall nennt das Gesetz nicht: Lebendimpfstoffe über das Trinkwasser wirken laut Hersteller 6 bis 8 Wochen, eine Injektion durch den Tierarzt etwa ein Jahr. Impfnachweise sind fünf Jahre aufzubewahren.
Intervalle je Impfstoff
| Impfstoff | Gabe | Wiederholung |
|---|---|---|
| Lebendimpfstoff | Trinkwasser, Spray, Augentropfen – Selbstimpfung nach Einweisung möglich | Hühner alle 6–8 Wochen, Puten alle 3–4 Wochen (Gebrauchsinformation) |
| Inaktivatimpfstoff | Injektion durch den Tierarzt, nach Grundimmunisierung | etwa eine Legeperiode (≈ 12 Monate) |
| Praxis vieler Züchter | Tränkeimpfung vierteljährlich | off-label, Haftungsrisiko beim Halter bzw. Tierarzt |
Manche Landkreise nennen eigene Mindestabstände (z. B. Salzlandkreis: „mindestens halbjährlich“). Frag deinen Tierarzt und dein Veterinäramt, welches Schema für deinen Bestand gilt.
Das gehört in den Impfnachweis
- Datum der Impfung
- Impfstoff und Chargennummer, bezogene Menge
- Tierart, Anzahl und Bezeichnung der Tiere
- Name der impfenden Person, verschreibender Tierarzt
Aufbewahrung: mindestens fünf Jahre (Aufzeichnungen und Verschreibung).
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Stallbuch erinnert dich vor jeder Impfung. Tippst du auf „Erledigt“, landen Impfstoff, Charge und impfende Person im Impfnachweis, und die nächste Fälligkeit wird berechnet. Das PDF fürs Veterinäramt enthält alle Impfungen des Zeitraums.
Häufige Fragen
Ist die Newcastle-Impfung für Hobbyhalter Pflicht?
Ja, für Hühner und Puten (Truthühner) unabhängig von der Bestandsgröße. Grundlage ist § 7 der Geflügelpest-Verordnung in der Fassung von 2005, die für die Newcastle-Krankheit weiter gilt. Enten, Gänse, Wachteln und Tauben sind nicht betroffen.
Wie oft muss gegen Newcastle geimpft werden?
So oft, dass der ganze Bestand jederzeit geschützt ist. Lebendimpfstoffe über Trinkwasser oder Spray wirken laut Gebrauchsinformation etwa 6 bis 8 Wochen, bei Puten 3 bis 4 Wochen. Eine Injektion mit Inaktivatimpfstoff durch den Tierarzt schützt etwa eine Legeperiode. Die verbreitete vierteljährliche Tränkeimpfung entspricht nicht der Gebrauchsinformation.
Darf ich meine Hühner selbst impfen?
Trinkwasser-Lebendimpfstoffe dürfen auch nicht gewerbliche Halter selbst geben – nach tierärztlicher Verschreibung und Einweisung (§ 95a TAMG). Injektionen darf nur der Tierarzt vornehmen.
Was muss ich über die Impfung aufschreiben und wie lange aufbewahren?
Impfstoff, Charge, Menge, Datum, Tierart, Anzahl der Tiere und die impfende Person. Aufzeichnungen und Verschreibung sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Ältere Merkblätter nennen noch drei Jahre.
Brauche ich einen Impfnachweis, wenn ich Hühner verkaufe oder ausstelle?
Ja. Hühner und Puten dürfen nur mit tierärztlicher Bescheinigung über die regelmäßige Impfung des Herkunftsbestands in einen anderen Bestand, auf Märkte oder Ausstellungen gebracht werden.
Quellen
- § 7 Geflügelpest-Verordnung 2005 (gilt für ND weiter, Text bei vetion.de)
- § 67 Geflügelpest-Verordnung (Verweis auf die Fassung 2005)
- § 95a Tierarzneimittelgesetz (Selbstimpfung, Aufzeichnungen)
- StIKo Vet: Stellungnahme ND-Pflichtimpfung in Hobbyhaltungen
- Sachsen: Hinweisblatt ND-Impfung (12/2025)
Recherchiert am 17.10.2026. Sorgfältig zusammengestellt, aber ohne Gewähr und keine Rechtsauskunft. Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Landkreis – maßgeblich sind dein Veterinäramt und die Tierseuchenkasse.
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